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Das Mädchen



Mein Freund, so betrübt, komm her,
ich erzähl dir meine Geschicht.
Es kommt mir vor, als ob’s grad gestern g’wesen wär,
so nah seh ich ihr Gesicht.

>> Im Dunkeln wandelt ein Mädchen,
jung und schön.
Im Haare dünne Fädchen,
betracht sie im Vorübergehn.

Ihre Wangen nicht rot,
ihr Blick ganz starr,
sie wandelt wie tot,
vielleicht ist sie’s sogar.

Sie geht an mir vorbei,
ein kalter Hauch streift mein Gesicht,
erahne eine Liebelei
und ein Schauer befällt mich.

Sie bleibt stehn.
Was tu ich jetzt?
Will sie sich umdrehn?
Meine Stirn ist vom Schweiß benetzt.

Sie kommt auf mich zu,
wir sehen uns an,
in ihren Augen eine ungeahnte Glut,
ein schöner Traum fängt an.

Sie legt ihre Arme um meinen Hals,
ihre Lippen berühren meinen Mund.
Sie sind wunderbar warm, fast heiß,
ich spüre ihren Körper, so rund.

Ihre Küsse sind voll Leidenschaft,
sie drück sich an mich,
sie ist o schwach, hat keine Kraft,
langsam erwidere ich.

Ich berühre ihren zarten, weichen Körper,
sehe, wie der Nebel ihr erwartungsvolles Gesicht verschleiert,
mein Herz schlägt immer höher
und alles ist still, niemand feiert.

Wieder sehn wir uns lang in die Augen,
bis unser Blut kocht,
die Blicke uns den Verstand rauben
und das heimliche Verlangen vollends erwacht.

Nicht scheint mehr real,
wenn wir uns küssen.
Vielleicht ist es fatal,
doch wir müssen.

Ich streichle ihren Körper, nackt,
liebkose ihre Brust.
Dringe in sie ein, sacht,
vergehe in unendlicher Lust.

Wir liebten uns
am Flussufer dort,
die Dunkelheit schützte uns,
danach war sie fort. <<

Seitdem steh ich jeden Abend hier auf der Brück’,
die Stunden wollen nicht vergehn,
denk an jene Nacht zurück,
hab sie dennoch nie wieder gesehn.

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